Am Freitag schickte Intel seine beiden K-CPUs ins Rennen, genauer den Core i7-875k und den Core i5-655k. Beide Prozessoren rechnen auf dem Sockel 1156 und verfügen über einen offenen Multiplikator. Ansonsten entspricht der i7-875k dem i7-870, ergo ein Lynnfield mit 2,93 GHz, und der i5-655k dem i5-650, also ein Clarkdale mit 3,2 GHz und SMT.
Rückblick 2010:
Ende April 2010 stellte AMD auf Basis des Thuban seine ersten Hexacore-CPUs vor, den Phenom II X6 1055T und den Phenom II X6 1090T Black Edition (
PCGH-Test). Insbesondere in massiv parallelisierten Anwendungen schlagen sich die Sechskerner sehr gut, der 1090T etwa konkurriert mit Intels deutlich teurerem Core i7-870. Aber auch in Spielen sind sechs Kerne schon heute von Vorteil (
PCGH-Test). Solange nur drei Kerne belastet werden, takten sich die Phenom II X6 auf drei Kernen um bis zu 500 MHz hoch - dies nennt sich "Turbocore".
Der März 2010 war vor allem ein Intel-Monat: Mit dem Core i7-980X (
PCGH-Test), Codename Gulftown, schickte der Chipgigant den ersten Desktop-Sechskern-Prozessor in den Handel. Wenig später folgten die Server-CPUs unter dem Namen
Westmere-EP, darunter auch 32-Nanometer-Quadcores. Diese Prozessoren laufen auch auf gewöhnlichen Sockel-1366-Platinen - im Gegensatz zu den
Nehalem-EX mit bis zu 8 Kernen für den Sockel 1567. AMD ließ sich jedoch nicht lumpen und veröffentlichte im Laufe des März kurz vor Intel ebenfalls Octacore-CPUs, die Magny-Cours für die Maranello-Plattform sind jedoch auf mit 12 Kernen verfügbar; allerdings passen die Magny Cours nur auf den Sockel G34 und sind damit genauso wie die Nehalem-EX für Desktop-Anwender und Spieler eher unspannend.
Im Januar stellte Intel die Clarkdale-Familie vor (
siehe Test), zudem sind die sparsamen "S"-Modelle der Lynnfield-Reihe lieferbar - jedoch deutlich teurer als ihre gewöhnlichen Geschwister. AMD vervollständigte derweil sein Angebot mit neuen Topmodellen der drei Athlon-II-Reihen und weiteren CPUs (
siehe Test). Die Preise stiegen im Intel-Lager zum Teil leicht an, die meisten CPUs aber kosten noch so viel wie zu Beginn des Jahres.
CPU-Index
In diesem Artikel geben wir CPU-Kaufempfehlungen für alle Preisklassen. Unsere aktualisierten Prozessorlisten verschaffen Ihnen natürlich auch dann einen umfassenden Überblick über Preise und technische Details, wenn Sie derzeit nicht auf der Suche nach einer neuen
CPU sind - sie verraten alles von der Taktfrequenz über das Stepping bis zur Maximaltemperatur, und zwar für jede aktuelle Desktop-CPU von Intel und AMD.
Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit aktueller Prozessoren gibt Ihnen unser Performance-Index (siehe unten), den wir aus vier Spielen und vier Anwendungen ermitteln - natürlich enthält er nicht sämtliche CPUs, die es momentan zu kaufen gibt, es ist jedoch jede wichtige Modellreihe vertreten. Als Benchmarks für unseren Leistungsindex dienen nun die Spiele Anno 1404, Call of Duty: Modern Warfare 2, Colin McRae Dirt 2 und Dragon Age Origins sowie die Anwendungstests Cinebench R10, Paint.net, Truecrypt und x264 HD. Als Grafikkarte verwenden wie eine Radeon HD 5870, auf vielfachen Wunsch zeigen wir neben dem Overall-Rating auch die Leistung in Spielen und in Anwendungen getrennt auf.
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